Die Entwicklung der klassischen rotierenden Maschinen ist weitgehend ausgereift und sie sind auf vielfaltige Einsatzgebiete hervorragend optimiert und dafur auch kostengünstig in den erforderlichen Stückzahlen verfügbar.

Größere und ständig steigende Geschwindigkeiten - nicht nur im deutschen Hochgeschwindigkeitsverkehr - bedingen immer stärkere und leistungsfähigere Motoren. Bisher war und ist in der konventionellen Rad/Schiene-Technik der Haftverbund und die Spurführung auch bei Geschwindigkeiten um 300 km/h voll beherrschbar. Wirkliche Innovationen waren damit auf dem Gebiet der Traktion nicht zwingend erforderlich. Bei deutlich größeren Geschwindigkeiten als die bisherige Grenze von etwa 300 km/h ist jedoch ein ebenso sicherer und wie auch wirtschaftlicher Eisenbahnbetrieb nicht vertretbar. Der Verschleiss des Fahrweges und der Räder, sowie die Antriebsenergiekosten erhöhen sich exponentiell ohne einen entsprechend hohen Nutzen beim Betrieb.

Die Fortbewegung im Bahnbetrieb erfolgt streckenorientiert, d. h. linienformig. Durch Einsatz rotierender Antriebsmaschinen muss diese Drehbewegung in eine lineare Fortbewegung umgewandelt werden. Jede Bewegungsenergiewandlungsstufe erfordert zusätzliche Maschinenelemente (z. B. Betriebe) und setzt damit den Gesamtwirkungsgrad herab. Die Folgen sind u. a. erhöhte Kosten und eine geringere Zuverlässigkeit.

Dank heutiger moderner Regelungstechnik und den hochentwickelten und hochintegrierten leistungselektronischen Bauelementen sind sehr flexible Betriebsführungen der Traktionsmotoren moglich. Damit ergeben sich für die zu jedem Bahnantrieb benötigten Steuerblöcke sehr kleine kompakte und zuverlässige Baugruppen.

Bei Kopplung von den beiden Funktionen des berührungslosen Antreiben und Tragen (wie beim System Transrapid) ergeben sich weitere Einsparungen. Erfolgt auch noch das Führen des Triebfahrzeugs nach einem analogen Prinzip, kann die Traktion vollkommen beruhrungsfrei (bedeutet aber nicht verschleisfrei) mit der Magnetfahr- bzw. Magnetschwebetechnik erfolgen.

Wie jede elektrische Maschine besteht auch eine Linearmaschine aus einem Primärteil, einem Sekundär- bzw. Reaktionsteil und dem magnetischen Ruckschluss. Genauso kann auch mit einer Linearmaschine elektrisch gebremst (Generatorbetrieb) werden.